Neue Mitarbeiter erfolgreich integrieren

neue Mitarbeiter integrieren

Der Integration neuer Mitarbeiter sollte besondere Aufmerksamkeit im Personalkonzept eines Unternehmens gewidmet werden. Gestaltet sich schon der Start nicht reibungslos für den neuen Mitarbeiter, wie soll dann alles weitere gelingen?
Der folgende Artikel bietet einen Einblick in Lösungsmöglichkeiten.

Zumindest ein rudimentäres Einführungs- und Einarbeitungskonzept ist in nahezu allen Unternehmen vorhanden. Neben den offensichtlichen Punkten, wie der Einweisung in die Arbeitsaufgaben, Informationen zu Regelungen und Ansprechpartnern werden die weniger offensichtlichen soziologischen, pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkte jedoch häufig außer Acht gelassen.

Gerade der zwischenmenschliche Bereich, wie Arbeitsklima, Verhaltenskodex usw. prägt wesentlich die Eindrücke des neuen Mitarbeiters vom Unternehmen und beeinflusst wesentlich den Integrationsprozess. Sind die Eindrücke negativ, machen sich Enttäuschung, Missmut und Unsicherheit breit, was wiederum zu Arbeitsunlust, Leistungsschwund und letzten Endes zu einer ausgeprägten Fluktuationsbereitschaft führt.

Um ein solches Scheitern der Integration von neuen Mitarbeitern und deren innere Kündigung zu minimieren, sollte ein Einführungs- und Einarbeitungskonzept die o.g. soziologischen, pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkte berücksichtigen. Dies ist um so wichtiger, wenn es um die Integration neuer Mitarbeiter in bestehende Teams geht, da ein Misslingen unweigerlich weitere Schwierigkeiten nach sich zieht, wie die Erfahrungen der Autoren bestätigen.

Als vorteilhaft hat sich ein 6-stufiges Phasenmodell zur Integration neuer Mitarbeiter erwiesen. Die 6 Phasen gliedern sich in die Schwerpunkte:

1. Vorbereiten auf den neuen Mitarbeiter

2. Begrüßen des neuen Mitarbeiters

3. Allgemeine Informationen geben

4. Einweisen in die Arbeitsaufgaben

5. Unterweisung am Arbeitsplatz

6. Fortschrittskontrolle

Jeder der Schwerpunkte beinhaltet eine To-Do-Liste in Form eines Leitfadens. Durch eine Checkliste werden den einzelnen Phasen Personen und Verantwortlichkeiten zugeordnet, um sicherzustellen, dass die Integration nicht, wie in vielen Fällen von den Autoren erlebt, einfach im Sande verläuft. Durch integrierte Feedbackschleifen wird gewährleistet, dass sich das Konzept an individuelle Bedürfnisse anpassen und verändern lässt.

Ein weiteres wesentliches Element ist die Verknüpfung des 6-stufigen Integrationsmodells mit einem Patenkonzept. Durch dies ist es möglich, vielen zwischenmenschlichen Problemen zu begegnen und dem neuen Mitarbeiter ein Gefühl des Willkommenseins und der Sicherheit zu vermitteln. Damit lassen sich negative Eindrücke korrigieren, welche insbesondere in einer neuen Arbeitsumgebung durch Missverständnisse, Unverständlichkeiten usw. entstehen.

Der zunächst höher erscheinende Aufwand zahlt sich vor allem dann aus, wenn es um die Integration neuer Mitarbeiter in bestehende Teams geht. Positive praktische Erfahrung mit der Umsetzung des o.g. 6-stufigen Konzeptes haben wir z. B. bei der Integration neuer Mitarbeitern in eine Produktionsabteilung eines großen norddeutschen Automobilherstellers sammeln können. Dort wurde, wie oben beschrieben, die Integration von Mitarbeitern neu konzipiert und erfolgreich eingesetzt.

 
 

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